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Pfarrer Jürgen Rix


Zurück zu den Wurzeln…


Unter diesem Motto möchte ich mich als der neue Pfarrer auf der 2. Stelle Ihrer Kirchengemeinde vorstellen. Als der letzte Vikar von Pfarrer Wilfried Bauer durfte ich zwischen1990 und 1992 bei Ihnen meine ersten Erfahrungen für den praktischen Dienst in einer Kirchengemeinde sammeln. Ich erinnere mich gerne zurück an das Team mit meinem Mentor, Pfarrer Klaus Kuhrau, dem Organisten Richard Groß, der Sekretärin Katharina Hofmann, den Mesnersleuten Ramming, dem damaligen Kirchenvorstand und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Über die Beziehungen, die in diesen Jahren gewachsen sind, habe ich auch meine Frau Isabell kennengelernt, mit der ich seit 1993 verheiratet bin. Sie ist mir nach Plößberg in der Oberpfalz gefolgt, wo ich bis 2000 als Pfarrer einer weitläufigen Diasporagemeinde mit vier Kirchen gewirkt habe. Dort sind meinebeiden Söhne Leopold und Ferdinand geboren, die inzwischen 19 und 16 Jahre alt sind. Wir wollten unseren Kindern lange Schulwege ersparen. Darum haben wir uns im vorletzten Kindergartenjahr meines großen Sohnes nach Altenkunstadt beworben, weil von dort aus alle Bildungsstätten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind.
Seit 15 Jahren betreue ich die beiden Kirchen in Strössendorf und Altenkunstadt. Schwerpunkt meiner Arbeit hier ist die Integration von russlanddeutschen Aussiedlern, die etwa ein Viertel der Gemeindeglieder stellen. In unserer Gemeinde wurde schon unter meinem Vorgänger eine aufgeschlossene Willkommenskultur geplegt, so dass es gelungen ist, diese große Gruppe von Menschen zu einem organischen Bestandteil des Gemeindelebens heranreifen zu lassen. Auch wir als Pfarrersfamilie haben uns in Altenkunstadt sehr wohl gefühlt, weil die Menschen auf uns zugegangen sind und uns nicht nur die Türen ihrer Häuser, sondern auch die Türen ihrer Herzen geöffnet haben.
Eng arbeite ich mit meinem Burgkunstadter Kollegen Heinz Geyer zusammen, der ja in Kulmbach bleibende Spuren hinterlassen hat. Über ihn habe ich meine ehemalige Studienkollegin Bettina Weber wieder näher kennengelernt. Bei einem gemeinsamen Abendessen in unserem Haus ist im April des letzten Jahres die Idee geboren worden, als Ziel für den anstehenden Stellenwechsel die Herlas anzupeilen. Nach einer Besichtigung des Hauses und einigen Gesprächen habe ich im Juni meine Bewerbung an das Landeskirchenamt abgeschickt. Im Oktober hat der Kirchenvorstand meine Bewerbung angenommen. Ich freue mich mit meiner Familie auf den Dienst in Ihrer Gemeinde. Eine besondere Chance sehe ich in der Teamarbeit mit Pfarrerin Weber und den zahlreichen Mitarbeitenden. Unterschiedliche Gaben können sich auf diese Weise ergänzen und hoffentlich segensreich entfalten. Freilich wird dafür gerade in den ersten Monaten viel Abstimmungs- und Koordinationsbedarf nötig sein, damit wir einander wirklich ergänzen, statt nur nebeneinander herzu arbeiten
Meine Einführung in Mangersreuth wird am Hirtensonntag,19. April um 14:00 Uhr stattinden. Ich würde mich freuen, wenn ich bei diesem Ereignis und beim anschließenden Empfang möglichst vielen Menschen begegnen könnte. Am Montag darauf werde ich mich mit meiner Frau bei der Herlaser Frauenrunde vorstellen und am folgenden Wochenende mit Pfarrerin Weber die erste Konirmandenfreizeit durchführen. Ins Herlaser Pfarrhaus werden wir in der Woche vor unserer Einführung einziehen. (..)
Ich hoffe, wir werden ein gutes Miteinander finden und über vieleJahre hinweg segensreich zusammenwirken können im Geist unserer aktuellen Jahreslosung: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu GottesLob.“

Herzlich grüßen wir Sie in diesem Sinne als Ihre Familie Rix



(aus dem Kirchenboten 2/3 2015)

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Orgel-Renovierung